Neujahrsempfang
Begrüßungsansprache von Herrn Robert Dennewald
Donnerstag, den 22. Januar 2009
Luxexpo, Luxembourg-Kirchberg
Embargo – 22. Januar 2009 – 19.00 Uhr
Es gilt das gesprochene Wort.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Werte Mitglieder,
Ich freue mich, Sie so zahlreich bei unserem diesjährigen Neujahrsempfang begrüßen zu dürfen.
Besonders hervor streichen möchte ich die Präsenz von Herrn Jean-Claude Juncker, Premierminister, Finanzminister sowie Vorsitzender der Eurogruppe. Die Tatsache, dass Sie, sehr verehrter Herr Premierminister, jedes Jahr als Ehrengast an unserem Neujahrsempfang teilnehmen, ist ein Zeichen Ihrer engen Verbundenheit mit unserem Verband.
Auch habe ich die Freude, Ihnen liebe Gäste und werte Mitglieder, Herrn Henning Kagermann, Vorstandsvorsitzender der SAP Gruppe, bei unserem heutigen Neujahrsempfang, als Gastredner vorzustellen.
Ihre Präsenz, sehr verehrter Herr Kagermann, verleiht der heutigen Feier eine ganz besondere Note. Im Namen des Vorstandes und der Mitglieder unseres Verbandes heiße ich Sie herzlich willkommen.
Ich begrüße auch heute Abend in unserer Mitte
Herrn Laurent Mosar, Vize-Präsident der Abgeordnetenkammer,
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Herrn Luc Frieden, Justizminister, sowie Schatz- und Haushaltsminister, (Herr Frieden wird in Kürze hier erwartet),
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Herrn Nicolas Schmit, delegierter Aussen- und Immigrationsminister
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Ich sehe auch mit großer Zufriedenheit in unseren Reihen eine beeindruckende Zahl von anwesenden Botschaftern die in Luxemburg ansässig sind.
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Es ist mir auch eine große Freude, Seine Exzellenz, Herrn Jacques Santer, Ehrenstaatsminister, zu unseren Gästen zählen zu können.
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Weiterhin kann ich heute Abend Frau Lydie Polfer und Herrn Robert Goebbels, beide Europa-Abgeordnete, begrüßen,
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Ebenfalls begrüße ich Herrn Paul Helminger, Bürgermeister der Stadt Luxemburg,
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sowie mehrere Abgeordnete.
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Ihre Anwesenheit, Exzellenzen, meine Damen und Herren, ist für Fedil eine große Ehre und zeugt von Ihrem wertvollen Interesse am Standort Luxemburg.
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Mit besonderer Zufriedenheit stelle ich auch die Anwesenheit hoher Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Staat und Verwaltung, sowie aus befreundeten Luxemburger Verbänden und den Verbänden der Großregion, fest.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen für Ihre geschätzte Zusammenarbeit auf den verschiedenen Ebenen im vergangenen Jahr zu danken, und bin überzeugt dass dies auch 2009 so weitergeführt wird.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
An genau diesem Rednerpult stellte ich vor zwölf Monaten mit Genugtuung fest, dass 2007, vor allem wegen der Dynamik des Finanzdienstleistungs-Sektors, ein gutes Jahr für die luxemburgische Wirtschaft war.
Heute Abend, liebe Gäste, möchte ich Sie mit der Feststellung begrüßen, dass die Entwicklung der Weltwirtschaft, seit September 2008, Anlass zur größten Sorge gibt!
Die letzten Monate haben uns gezeigt, wie weit die Globalisierung der Märkte vorangeschritten ist. Die Finanzkrise, welche ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten genommen hat, hat sich inzwischen zu einer weltweiten Finanz-, Wirtschafts- und Vertrauenskrise entwickelt.
Auch Luxemburg wurde voll und ganz von der Krise getroffen, so als hätte es noch eines ultimativen Beweises erfordert um zu belegen, dass das Groβherzogtum keineswegs ein verträumtes Eiland, sondern ein Teil des gesamtwirtschaftlichen Weltgefüges ist.
Dass ein blindes Vertrauen in die Finanzmärkte diese globale Krise hervorgebracht hat, und dass es vertrauensbildender Maβnahmen einer resolut agierenden Regierungsmannschaft bedurfte, um traditionsreiche alteingesessene Finanzinstitute zu retten, sollte uns zumindest für einen Augenblick nachdenklich stimmen.
Ich warne jedoch vor einer ideologisch geprägten Debatte, welche zu einem Übermaß an Regulierung der Märkte führen könnte, und somit das freie Unternehmertum gefährden würde.
Auch wäre es fatal die Globalisierung als solche in Frage zu stellen und protektionistische Reflexe zu entwickeln.
Nötig hingegen ist eine verstärkte Zusammenarbeit der Regierungen und Aufsichtsbehörden angesichts der weltweiten Verflechtung der Finanzmärkte.
Als Präsident eines Luxemburger Arbeitgeberverbandes welcher Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Baugewerbe und Dienstleistung vertritt, halte ich ein Plädoyer für eine zumindest teilweise Rückbesinnung auf das Wesentliche - auch auf die sogenannte „Real-Ökonomie” .
Virtuelle Wertschöpfung ist nicht nachhaltig. Weder in den USA noch in Luxemburg. Wir müssen deshalb Abkehr nehmen von einer seit Jahren sich rasant verbreitenden Abwehrhaltung der Gesellschaft in Bezug auf die Entwicklung industriell geprägter Aktivitäten und ihren vermeintlichen Beeinträchtigungen für Mensch und Natur.
Gerade angesichts der Finanzkrise sollte man die Rolle des verarbeitenden Gewerbes als Jobmaschine nicht unterschätzen !
Dabei möchte ich klarstellen, dass unser Verband sich seit jeher aktiv für strukturelle Veränderungen unserer Wirtschaft sowie für eine konsequente Förderung neuer Wirtschaftsfelder einsetzt, etwa im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie um auf das Geschäftsfeld unseres heutigen Gastredners zu verweisen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Die gestrige Sitzung der „Tripartite“ war die Gelegenheit, sowohl für die Regierung als auch für die Sozialpartner, sich mit der aktuellen Wirtschaftslage auseinanderzusetzen.
Alle Parteien stimmten überein, dass die Lage auf internationaler Ebene, aber auch auf nationaler Ebene, überaus schwierig ist. In der Tat, die luxemburgische Wirtschaft befindet sich seit Ende 2008 in der Rezession und die weiteren Aussichten für das Jahr 2009 sind trübe. Nach Angaben der europäischen Kommission muss mit einem Wirtschaftsrückgang von 0,9% gerechnet werden und ein Aufschwung kann man frühestens für Ende 2009 erwarten.
Am stärksten betroffen von der Krise sind die Sektoren und Betriebe die von der Auslandsnachfrage abhängen, das heißt Banken und Investmentfonds, Industrie- sowie zahlreiche Dienstleistungsbetriebe wie z.B. die Logistikbranche oder sonstige der Industrie oder den Banken zuarbeitende Unternehmen.
Besonders hart getroffen hat es dabei etwa 30 Zuliefer-Unternehmen des Automobil-Sektors.
Die Branchen deren Auftragslage mehrheitlich von der Inlandsnachfrage bestimmt wird, sind bisher weniger stark betroffen: Handel, Handwerk und in einem gewissen Maße auch das Baugewerbe.
Als Fedil begrüßen wir natürlich die Anstrengungen die von der Regierung unternommen wurden um die Inlandsnachfrage zu stärken und, auf diesem Weg, die Wirtschaft anzukurbeln. Ich möchte bei dieser Gelegenheit besonders die Maßnahmen zur Förderung der Investitionen hervorheben.
Klar ist aber auch, dass dieses Konjunkturpaket seine Grenzen hat, dies wegen der Besonderheiten der luxemburgischen Wirtschaft. Wir wissen, dass sich Konsumausgaben zu einem großen Teil in erhöhte Importe umschlagen und somit nur einen kleinen Beitrag zur Steigerung des Wirtschaftswachstums leisten.
Die Betriebe welche überwiegend von der Auslandsnachfrage abhängen, profitieren also kaum von den konsumfördernden Maßnahmen. Dennoch hat die Regierung diesen Teil, diesen wichtigen Teil der Wirtschaft nicht im Regen stehen lassen. Über das Instrument der Kurzarbeit konnte die Beschäftigung in denjenigen Betrieben, in welchen die Auftragslage schlecht ist, abgesichert werden, dies hauptsächlich zu Lasten des Beschäftigungsfonds.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit ausdrücklich begrüßen, dass die Regierung inzwischen verschiedene Verbesserungen am Gesetz betreffend die Kurzarbeit vorgenommen hat, dies in Einklang mit der sogenannten „politique de maintien dans l’emploi“.
Ich möchte aber auch unterstreichen, dass Kurzarbeit auf Dauer keine Lösung sein kann.
Ich hoffe demnach, dass die Maßnahmen zur Stärkung der Konjunktur, hauptsächlich in unseren Nachbarländern, schnellstmöglich ihre volle Wirkung zeigen werden und somit auch zu einer besseren Auslastung der Produktionskapazitäten der in Luxemburg ansässigen Betriebe beitragen werden. Ansonsten führt wohl kein Weg an Strukturanpassungen vorbei.
Schwach ausgelastete Produktionskapazitäten wirken sich negativ auf die Produktionskosten, und hauptsächlich auf die Lohnstückkosten aus.
Eine von der EU-Kommission vor kurzem veröffentlichte Statistik zeigt, dass die Lohnstückkosten in Luxemburg im Jahre 2008 überdurchschnittlich gestiegen sind. Dies wiederum birgt das Risiko einer Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten.
Meine Damen und Herren,
Meines Erachtens nach darf die „Tripartite“ sich nicht nur mit der Frage der Stärkung der Kaufkraft und der Inlandsnachfrage auseinandersetzen, sondern vorrangig mit der Frage der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, dies als Voraussetzung zur Erhaltung der bestehenden Arbeitsplätze.
Gerade in schwierigen Zeiten sind Maßnahmen, welche unseren Standort längerfristig stärken, erforderlich. Gerade in schwierigen Zeiten müssen wir vermehrte Anstrengungen zur weiteren Diversifizierung unserer Wirtschaft unternehmen.
Von entscheidender Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der Abbau von Bürokratie. Die oft langen, schwerfälligen, ja teilweise willkürlichen Verwaltungsvorgänge bereiten den Unternehmen Tag für Tag Bauchschmerzen. Eine Ministerium-übergreifende Strategie ist hier dringend erfordert.
Wir brauchen aber auch eine Qualifizierungsoffensive die dafür sorgen soll die Beschäftigungschancen der Menschen für die Zeit nach der Krise zu erhöhen.
Wir müssen die öffentliche Forschung, deren Ausbau in den letzten Jahren konsequent vorangetrieben wurde, noch stärker auf die wirtschaftsfördernden Programme ausrichten.
Wir brauchen kurzfristig ein Kredit- und Bürgschaftsprogramm für Unternehmen die unter der Kreditzurückhaltung der Banken leiden. Es muss verhindert werden, dass wettbewerbsfähige Unternehmen mit herausragendem Potenzial mangels Zugang zu Finanzmitteln aufgeben müssen. Hier sind das Office du Ducroire und die SNCI besonders gefordert.
Wir dürfen die angespannte Wirtschaftslage nicht als Vorwand nehmen um weitere Reformen auf die lange Bank zu schieben, etwa in den Bereichen Ausbildung, Sozialversicherung, Arbeitsmarkt und Steuerpolitik.
Wir möchten auch die Regierung an ihre Versprechen in Sachen Kontrollen im Krankheitsfall erinnern, die bis dato nur teilweise umgesetzt wurden. Dies ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil des am 1ten Januar 2009 eingeführten einheitlichen Arbeitnehmer-Statutes im Privatsektor.
Wir brauchen aber auch eine echte Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. In diesem Sinne fordern wir die Gewerkschaften auf, sich in Zeiten der Krise mit ihren Lohnforderungen zurückzuhalten.
Eine moderate Lohnpolitik ist angesagt, dies umso mehr da die Kaufkraft in den letzten Monaten durch niedrige Inflationsraten gestärkt wurde. Konsumhemmend wirkt sich vor allem die Sorge der Arbeitnehmer um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze aus. Um das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft wieder herzustellen muss also hier angesetzt werden.
In diesem Sinne haben wir in der gestrigen Sitzung der „Tripartite“ eine Verschiebung der für den 1ten März 2009 vorgesehenen Indextranche vorgeschlagen.
Dieser Vorschlag wurde sowohl von den Gewerkschaften als auch von der Regierung abgelehnt, dies mit der Begründung, dass die Indexfrage bis Ende 2009 durch die diesbezüglichen gesetzlichen Bestimmungen geregelt ist.
Wir bedauern die Haltung der Regierung und der Gewerkschaften in dieser Frage, da wir der Meinung sind, dass eine Steigerung der Lohnkosten in Höhe von 2,5% zu diesem Zeitpunkt für die Betriebe im Allgemeinen, aber im Besonderen für die unter der Krise leidenden Betriebe, unzumutbar ist.
Hinzu kommt, dass die Steigerung der Lohnkosten sich als eine beschäftigungsschädigende Maßnahme erweisen wird.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben ! Dies gilt für die Indexfrage, aber nicht nur für die Indexfrage.
Es muss unser aller Anliegen sein, diese Krise nicht nur einfach überstehen. Luxemburg muss aus dieser Krise stärker, zukunftsfester hervorgehen. In anderen Worten, wir müssen die aktuelle Krise als Chance nutzen. Es gibt viel zu tun, packen wir’s an !
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Liebe Gäste,
Bei unserer heutigen Veranstaltung sollen jedoch unsere Gastredner im Mittelpunkt stehen. Es sind dies, wie schon am Anfang erwähnt, Herr Jean-Claude Juncker, Premierminister und Finanzminister, sowie Herr Henning Kagermann.
Sehr geehrter Herr Premierminister,
Obwohl Ihre Anwesenheit beim Neujahrsempfang der Fedil schon zur Tradition geworden ist, bedanke ich mich sehr herzlich, dass Sie auch dieses Jahr unserer Einladung gefolgt sind.
Es liegt mir besonders am Herzen, Ihnen im Namen unseres Verbandes für Ihren außergewöhnlichen Einsatz zu danken, den die angespannte Wirtschaftslage seit geraumer Zeit Ihnen sowie anderen namhaften Regierungsmitgliedern abverlangt.
Sie haben diesen Einsatz kürzlich als „extrem arbeitsintensiv und extrem ermüdend“ bezeichnet, und die Hoffnung geäußert, dass sich diese Anforderung in dieser Form nicht mehr wiederholt. Diesem Wunsch können wir uns als Arbeitgeberverband nur anschließen und unsere konstruktive Mitarbeit im Interesse unserer Wirtschaft und der Bürger dieses Landes zusagen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Ich habe heute Abend die besondere Ehre mit Herrn Henning Kagermann einen Gastredner zu begrüßen, welcher als CEO eines renommierten Weltkonzerns aus der IT Branche die internationale, wirtschaftliche Lage bestens beurteilen kann und uns sicherlich einige interessante Vorschläge unterbreiten wird wie Europa gestärkt aus dieser Krise hervorgehen kann.
Erlauben Sie mir einige Ausführungen zur Person unseres heutigen Gastredners.
Herr Kagermann hat Mathematik und Physik studiert und ist seit 2006 Ehrensenator der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee.
Die Universität Magdeburg verlieh ihm in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste um die Förderung der Wirtschaftsinformatik die Ehrendoktorwürde.
Seit Oktober 2008 ist Henning Kagermann Vizepräsident von „acatech“, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften.
Herr Kagermann begann seine berufliche Laufbahn bei SAP 1982 und wurde, nachdem er für verschiedene Abteilungen verantwortlich zeichnete, 1998 Vorstandssprecher.
Er ist Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG und der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Deutschland, sowie von Nokia, Finnland und somit ein anerkannter Experte in Wirtschaftsfragen.
Einige Daten und Fakten zu SAP : Mit mehr als 76.000 Kunden und über 50.000 Mitarbeitern in Niederlassungen rund um den Globus ist SAP führender Anbieter von Unternehmenssoftware und drittgrößter unabhängiger Softwarelieferant der Welt .
In Luxemburg zählt SAP mehr als die Hälfte aller großen Unternehmen zu seinem Kundenstamm und wir hatten im Vorfeld dieses Empfangs das Vergnügen uns im Rahmen einer Arbeitssitzung zwischen dem Fedil-“SAP User Group”, eine Arbeitsgruppe bestehend aus Kunden von SAP, und Herrn Kagermann auszutauschen.
Sehr geehrte Gäste,
Die Wahl des Gastredners des diesjährigen Empfangs untermauert den Stellenwert den wir als Verband den Informations- und Kommunikationstechnologien beimessen.
Seit Jahren beschäftigt sich die Fedil im Rahmen der Arbeitsgruppe Fedil-ICT intensiv mit vielen dieser Themen und wir werden diesen Trend noch verstärken.
Ich weiß aus Ihren Ausführungen dass Sie, Herr Kagermann, ein leidenschaftlicher Verfechter einer aktiven Förderung von IKT durch Wirtschaft-, Forschungs- und Bildungspolitik sind und wir teilen Ihre Analyse bezüglich dieser Notwendigkeit.
Die Einbindung von Informationstechnologien in die Geschäftsmodelle der Unternehmen und in Produktionsverfahren ist ein essentieller Produktivitäts- und Wachstumsfaktor.
Es gilt daher ihr Potenzial optimal einzusetzen, dies sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Sektor und hier muss unsere Regierung eine Vorreiterrolle spielen indem sie die Anstrengungen im Bereich E-Government weiter verstärkt.
Die Globalisierung zwingt unsere westlichen Volkswirtschaften zu mehr Kosteneffizienz und Innovationskraft und die Informationstechnik trägt hier entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit bei. Um es in den Worten des Herrn Kagermann zu sagen: „Moderne Industriepolitik muss die traditionelle Produktionswelt mit der Informationsgesellschaft verknüpfen”.
Die Fedil-ICT Arbeitsgruppe hat vor einigen Monaten eine Studie in Auftrag gegeben um zu erkunden ob Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungssektor ihre IT Ressourcen möglichst gewinnbringend in die Gesamtstrategie des Unternehmens einbinden.
Ohne die endgültigen Resultate vorwegnehmen zu wollen, so ist doch auffällig dass Vorstand und CIO hier oft getrennte Meinungen vertreten. Wir werden anhand der Ergebnisse dieser Studie Leitlinien erstellen um Unternehmen in ihrem IT-Management zu unterstützen.
Von entscheidender Bedeutung sind letztlich auch die Rahmenbedingungen zur Förderung der IT-basierten Wissensgesellschaft.
Hier wurde in den letzen Jahren in Luxemburg viel getan, vor allem im Bereich der Breitbandinfrastrukturen, der öffentlichen Forschung, sowie in der Vermarktung des Standortes nach außen.
Es bleibt die Notwendigkeit die IT-Kompetenzen zu stärken, sowohl in der Schule als auch in den Unternehmen. Auch muss weiter konsequent daran gearbeitet werden Luxemburg als Exportland für innovative Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien zu etablieren.
Es gibt hier eine Reihe von Erfolgsgeschichten im Bereich Telecom und E-Business auf die man verweisen kann. Öffentliche Hand und Privatwirtschaft müssen hier gemeinsam Strategien entwickeln.
Die Fedil wird sich im Rahmen ihrer Arbeitsgruppe Fedil-ICT verstärkt mit den Themen E-Skills, Produktivitätszuwachs und erhöhte Energieeffizienz durch Einbindung von innovativen IT Lösungen sowie mit den Rahmenbedingungen des IT Standortes Luxemburg beschäftigen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
Wie alle anderen Industriezweige, leidet auch die IT Branche unter der globalen Krise. Laut OECD wird die IKT Branche insgesamt 2009 ein Null-Wachstum verzeichnen.
Doch einige Branchen wie Software, E-Business und IT-Dienstleistungen werden weiter wachsen und von den Outsourcing Strategien vieler Unternehmen profitieren.
Erlauben Sie mir als Schlusswort hervorzuheben, dass jede Krise auch Chancen birgt die es zu erkennen und zu nutzen gilt.
Die europäische Kommission hat für 2009 das Jahr der „Kreativität und Innovation“ ausgerufen.
Lassen Sie mich deshalb das Wort an Herrn Kagermann weitergeben um näher auf die oben genannten Themen einzugehen.
Herr Kagermann, wir freuen uns auf Ihre Ausführungen.
[Referat von Herrn Kagermann]
Herr Kagermann, ich möchte Ihnen sehr herzlich für Ihre interessanten Ausführungen danken, denen zu entnehmen ist, dass . . . . . .
(Überleitung)
Recht herzlichen Dank, Herr Kagermann, und ich gebe das Wort an Herrn Jean-Claude Juncker, Premierminister.
Da wir in einer eher stürmischen Zeit leben, und unsere Unternehmen ständig wachsenden Herausforderungen gegenüberstehen, werden wir mit einer besonderen Aufmerksamkeit Ihren Anregungen zuhören.
[Rede von S.E.H. Jean-Claude Juncker]
Recht herzlichen Dank, Herr Juncker, für Ihre Ausführungen. Ihre Anregungen und Ihre kostbaren Ratschläge werden zweifellos in die Überlegungen der Luxemburger Arbeitgeberverbände einfließen.
Sehr verehrte Damen und Herren,
Werte Ehrengäste, Werte Mitglieder, Wie Sie feststellen konnten, ist unser Neujahrsempfang 2009 Dank der Präsenz unserer beiden Gastredner auch dieses Jahr ein absoluter Höhepunkt im Geschehen unseres Verbandes. Ich möchte mich nochmals bei beiden Rednern dafür bedanken, dass sie sich die Zeit nahmen zu uns zu kommen und sich die Mühe gaben, mit uns ihre Visionen zu teilen. Ich möchte Sie abschließend zu unserem traditionellen Empfang ganz herzlich einladen und Ihnen einen angenehmen Abend in unserer Runde wünschen.










